Abwasserbehandlung, Abwasseraufbereitung

(wastewater treatment, sewage treatment)
Oberbegriff für die gezielte Veränderung der Abwasserbeschaffenheit (siehe dazu DIN 4045). Alle Techniken mit dem Ziel der schadlosen Ableitung, Reinigung, Verwertung, Rückgewinnung von wiederverwendbaren Wertstoffen und Senkung des Abwasseranfalls

Die mechanische Abwasserbehandlung dient der Abtrennung von Feststoffen; grobe Stoffe werden beispielsweise durch Rechen, Sand im Sandfang, aufschwimmende Stoffe wie Fette und Öle durch sog. Leichtstoffabscheider, sink- und absetzbare Stoffe (oft nach einer Neutralisation) im Vorklärbecken zurückgehalten. 

Bei der biologischen Abwasserreinigung wird die Fähigkeit von Mikroorganismen (insbesondere in aeroben Abbauvorgängen) genutzt, organische Substanzen zu metabolisieren. Dieser Prozess ist der natürlichen Selbstreinigung der  Oberflächenge-wässer nachgeahmt, wobei das Verfahren durch die Konzentrationserhöhung an Bakterien usw. und durch die Sauerstoffzuführung in Form von Luft in den biologischen Kläranlagen wesentlich beschleunigt wird. 

Die biologische Abwasserbehandlung wurde notwendig, um die Vorfluter nicht durch übermäßigen Sauerstoffverbrauch zu belasten.

Bei der chemischen Abwasserbehandlung wird z.B. durch Zugabe von Kalk oder Natronlauge das Abwasser neutralisiert, wobei Kolloide und Salze ausfallen können. Den physikalisch-chemischen Abwasserbehandlungs-Methoden werden je nach Systematik z.B. Flotation, Ionenaustauscher, Membranverfahren und andere Verfahren zugerechnet.

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