Fällung

(precipitation) Ein chemisches Verfahren, das durch Zugabe geeigneter Chemikalien gelöste Substanzen in unlösliche Verbindungen überführt. Das entstehende Fällungsprodukt kann anschließend durch geeignete physikalische Verfahren (z. B. Sedimentation, Flotation, Filtration) abgeschieden werden. Fällungen werden z.B. zur Abscheidung von Phosphaten praktiziert. 

Fällungsreaktionen werden vor allem zur Abtrennung von gelösten Metallionen insbesondere Schwermetallionen angewandt. Um eine möglichst quanitative Fällung zu erreichen, ist immer die Einstellung eines optimalen pH-Wertes erforderlich.
Die häufigste Fällungsform ist die Überführung in schwerlösliche Metall-Hydroxide. In einigen Fällen werden bessere Ergebnisse durch die Ausfällung als Carbonate erzielt. In manchen schwierigen Fällen, v.a. in Gegenwart von Komplexbildnern, kann eine Fällung in Form von schwerlöslichen Sulfiden erforderlich sein.
Neben dem Löslichkeitsprodukt der jeweiligen Metallverbindung sind auch deren Absetzbarkeit und Volumen (Wassergehalt) zu berücksichtigen.
Störende Anionen können oftmals in Form ihrer Calcium-, Eisen- oder Aluminium-salze gefällt werden.

In bestimmten Fällen kann die nach einer biologischen Behandlung weiterhin im Abwasser verbleibende Fracht organischer Inhaltstoffe (Rest-CSB) durch eine Fällung vermindert werden.