Grundwasser

(groundwater) Allgemein: Wasser, das aufgrund der Versickerung von Niederschlägen die im Boden und Gestein vorhandenen Hohlräume zusammenhängend erfüllt. 

Die chemische Zusammensetzung tiefer Grundwässer ist in den verschiedenen geologischen Formationen im Typ sehr ähnlich, insbesondere die Bestandteile an Natrium und Magnesium sowie anderer wichtiger Salze. Das durch Brunnen oder Sickerleitungen im Ufergelände von Flüssen und Seen gewonnene Uferfiltrat hat zumeist die Qualität von  Oberflächenwasser und Grundwasser.

Grundwasser wird über Brunnen sowie Quellen aus dem Boden entnommen und vorzugsweise als Trinkwasser, aber auch als Betriebswasser genutzt. Konsequenter Grundwasserschutz sowie die regelmäßige Grundwasserbeobachtung schließt die Kontrolle von möglichen Vergiftungsquellen und die Analyse eingetretener Schadensfälle mit ein. In Gebieten, in denen Grundwasser zur Nutzung als Trinkwasser gefördert wird, werden Wasserschutzgebiete ausgewiesen.

Grundwasser wird i.d.R. durch die Bodenpassage filtriert und stellt daher das ideale Trinkwasser dar, da es normalerweise hygienisch einwandfrei, geschmacksneutral, klar und gekühlt ist.

Die Grundwassersituation einer Region ist eine bedeutsame Planungsgröße für den Wasserhaushalt, welche durch eine Grundwassermodellierung prognostiziert werden kann.

Mögliche Gefährdungen des Grundwassers können verschiedene Ursachen haben. Durch die zunehmende Bebauung dringt immer weniger Niederschlagswasser in den Untergrund ein (Versiegelung des Bodens), durch Flussbegradigungen wird die Neigung zur Erosion verstärkt. Falls das Flussbett vertieft wird, wird der Grundwasserspiegel abgesenkt. Ähnliche Auswirkungen können auch starke Grundwasserabsenkungen durch Brunnen haben.

Über verschiedene Emissionen können auch Chemikalien das Grundwasser gefährden:

In Deutschland werden bislang ca. 80% des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen (in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und West-Berlin sogar fast 100%). 

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