Aluminiumsulfat

(aluminium sulphate, aluminium sulfate)

Stoffsystem

Al2(SO4)3, auch bekannt unter den Namen: Alaun, Dialuminiumtrisulfat und bildet ein farbloses Pulver. Es wird u.a. als Fällungs- und Flockungsmittel in der Wasseraufbereitung und Abwasserreinigung eingesetzt.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  farblos Schmelzpunkt 770 °C
Geruch stechend Siedepunkt  wird zersetzt
Molmasse 342,15  g/mol Dichte  ( ° C)  2,71 g/cm3
Zustand bei 20 ° C fest Löslichkeit in Wasser (20 ° C, 1 bar) gut löslich

Herstellung und Anwendung

Aluminiumsulfat wird technisch aus dem Hydroxid des Aluminium und Schwefelsäure bei Hitze und hohem Druck gewonnen.

Es wird u.a. in der Lebensmittelindustrie als Festigungs- und Stabilisierungsmittel und als Bestanteil in Düngemitteln verwendet. Zudem findet es als Leim in der Papierindustrie, als Beizmittel in der Färberei und als Saatgutbeize Verwendung. Es ist auch ein Bestandteil von Schaumlöschmitteln sowie Medikamenten zur Blutungsstillung. Im Bereich der Abwasserbehandlung wird es als Fällungsmittel eingesetzt.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Aluminiumsulfat gilt konzentrationsabhängig als gering schädlich für die Umwelt, und ist als schwach wassergefährdend (WGK 1) eingestuft. Aluminiumsulfat-Lösung wirken ätzend und der Umgang bedarf die dafür üblichen Vorsichtsmaßnahmen.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Aluminiumsulfat wird im Rahmen der Abwasserreinigung als wässrige Lösung häufig für eine Adsorption bei z.B. der Beseitigung von Ölen/Fetten und feinen Trübstoffen und insbesondere zur Phosphatelimination durch Fällung mit kombinierter Flockung eingesetzt, wobei dieser Schritt bei basischen Abwässern mit einer Neutralisation einhergeht. Der Einsatz von Aluminiumsulfat soll auch bei der Bekämpfung des in der Kläranlage unerwünschten Blähschlamms wirkungsvoll sein.

Auch in der Trinkwasseraufbereitung wird es u.a. als Flockungsmittel eingesetzt. Der Einsatz von Aluminiumsulfat ist in der DIN EN 878 normiert.

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