Nickel, Ni

(nickel) nach einem Bergkobold

Stoffsystem

Gut schmiedbares Metall mit Eigenschaften ähnlich dem Eisen, allerdings weniger korrosiv.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  silberweiß glänzend Schmelzpunkt 1453  °C
Geruch geruchlos Siedepunkt 2732  °C
Molmasse   58,69 g/mol Dichte  ( °C) 8,91 g/cm3
Zustand bei 20 °C fest Löslichkeit in Wasser (20 °C, 1 bar) unlöslich

Für weitere Stoffdaten siehe auch Übersicht der Elemente.

Das Chlorid des Nickel ist in Wasser gut löslich:

Temperatur Löslichkeit von Nickelchlorid
in Wasser
Temperatur Löslichkeit von Nickelchlorid
in Wasser
0 °C 517 g/L 60 °C 805 g/L
20 °C 553 g/L 80 °C 869 g/L
40 °C 725 g/L 99,9 °C 880 g/L

Herstellung und Anwendung

Nickel wird aus nickelhaltigen Erzen gewonnen. Es wird in der Stahlveredelung und als Antikorrosionsmittel sowie in Katalysatoren eingesetzt. Auch Akkus werden u.a. mit Nickel hergestellt.

Umwelteinfluss und Gesundheit

In bestimmten hohen Konzentrationen wirkt Nickel toxisch.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Nickel wird vorwiegend in der Stahlvergütung und in der Oberflächenbehandlung verwendet und daher in vielen Abwässern dieser Branchen enthalten. Es lässt sich nur bei einem pH-Wert von mindestens 9,5 vollständig als unlösliches Hydroxid [Ni(OH)2] ausfällen. Das Fällungsverfahren ist weit verbreitet für die Entfernung von Nickel aus Abwasser.

Nach der Klärschlamm-Verordnung ist Nickel als Inhaltsstoff im Klärschlamm bei lVerwertung in der Landwirtschaft begrenzt (Grenzwert 200 mg/kg TS). Nickel wird gemäß Abwasserabgabengesetz bei der Ermittlung der Schadeinheit berücksichtigt.

In Abwässern aus z.B. Gewerbe- und Industriebetrieben sowie Labors, Lehr- und Forschungsstätten, darf ein Nickelgrenzwert von 4 mg/l nicht überschritten werden.

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