chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)

(chemical oxygen demand, COD) Der chemische  Sauerstoffbedarf (CSB), ist ein dem DOC verwandter Summenparameter, dessen Bedeutung im angewandten Bereich der Abwasserbehandlung liegt. Der CSB ist ein Maß für die Summe aller organischen Verbindungen im Wasser, einschließlich der schwer abbaubaren. Der CSB-Wert kennzeichnet die Menge an Sauerstoff, welche zur Oxidation der gesamten im Wasser enthaltenen organischen Stoffe verbraucht wird in mg/l oder g/m3. Als chemisches Oxidationsmittel wird i.d.R. Kaliumdichromat (K2Cr2O7) verwendet (DIN 38 409-H41 Ausgabe

Dez. 1980). Das Oxidationsmittel zersetzt die biologisch leicht und schwer abbaubaren aber auch die biologisch nicht abbaubaren organischen Stoffe zu Kohlendioxid. Einige anorganische Verbindungen wie z. B. Iodid, Nitrit und bestimmte Schwefelverbindungen werden jedoch ebenfalls oxidiert. Aus dem Kaliumdichromat-Verbrauch kann dann auf den CSB geschlossen werden.

Der CSB dient zusammen mit anderen Werten der Berechnung und der Kontrolle der Reinigungsleistung einer Kläranlage oder u.a. auch zur Ermittlung der zur Desinfektion notwendigen Menge an Chlor in Trinkwasser. Er ist ferner einer der Parameter, die bei den nach dem Abwasserabgabengesetz erhobenen Abgaben berücksichtigt werden. Durch Vergleich mit dem BSB ist eine Aussage über das Verhältnis von biologisch abbaubaren und persistenten Stoffen im Abwasser möglich.

Bei häuslichem Abwasser ist der CSB ca. doppelt so hoch wie der BSB5 der gleichen untersuchten Wasserprobe. Entsprechend der DWA beträgt der anteilige Wert pro Einwohner für die Kläranlagenbelastung 120 g CSB/E * d. Höhere CSB-Verhältnisse geben Hinweis auf schwer abbaubare organische Stoffe im Abwasser. Der CSB dient auch der Festsetzung der Abgaben entsprechend dem Abwasserabgabengesetz.


Quelle: Folienserie des Fonds der Chemischen Industrie - Umweltbereich Wasser

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