Wasser-Wissen


Abwasserpilz

(sewage fungus) Fadige Pilze, aber auch im übertragenen Sinn Fadenbakterien, die in kohlenhydratreichen Abwässern häufig auftreten und durch Pilztreiben Filter verstopfen können.  Seinen Namen verdankt es seinem Aussehen in der Natur, wo es in sehr stark verschmutzten Gräben pilzartige Formen annehmen kann.

Abwasserpilz ist in der Regel die umgangssprachliche Bezeichnung für eine gramnegatives Scheidenbacterium (Sphaerotilus natans), das in verschmutzen Gewässern und Abwasserreinigungsanlage in Form langer Fäden wächst und Flocken oder fellartige Überzüge bilden kann. Die sich teilenden Zellen werden von einer röhrenartigen Scheide zusammengehalten, wodurch sich lange Zellketten bilden können, die das typische pilzartige Erscheinungsbild hervorrufen. Abwasserleitungen und Vorfluter können durch Sphaerotilus natans (siehe Bild) vollständig verstopft werden.

Abwasserpilz: Sphaerotilus natans

Besonders unterhalb von Abwassereinleitungen und in Belebungsbecken von Kläranlagen kann man dieses Bakterium finden.

Aufgrund dieser Vorliebe für diese speziellen Lebensräume ist der Sphaerotilus in die Gewässergüteklasse III-IV (sehr stark verschmutzt) eingestuft worden.

Quelle: Wasserwirtschaftsamt Freising

ww

Impressum / Datenschutzerklärung