Chrom, Cr

(chromium) griech. chromos ("Farbe")

Stoffsystem

Das Schwermetall Chrom ist ein relativ häufiges Element und  gilt als gut verarbeitbar.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  bläulich-weiß glänzend Schmelzpunkt 1857 °C
Geruch Siedepunkt 2482 °C
Molmasse  51,9961 g/mol Dichte  ( °C) 7,14 g/cm3
Zustand bei 20 °C fest Löslichkeit in Wasser (20 ° C)

Für weitere Stoffdaten siehe auch Übersicht der Elemente.

Herstellung und Anwendung

Chrom wird i.d.R. aus Chromit gewonnen.

Chrom wird u.a. in der Galvanikindustrie zum Veredeln von Metalloberflächen sowie u.a. in Metalllegierungen, Farbpigmenten, als Katalysator, zur Holzimprägnierung und als Gerbstoff bei der Lederverarbeitung verwendet.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Dreiwertiges Chrom ist ein essentielles Spurenelement für Mensch und Tier. Sechswertige Chromverbindungen verursachen allergische und asthmatische Reaktionen und gelten als cancerogen.

Chrom kommt im Gewässer in drei- und sechswertiger Form vor. Unter aeroben Bedingungen ist Chrom(VI) stabil. Unter anaeroben Bedingungen wird es zu Chrom(III) reduziert. Ein großer Teil des Chrom ist partikulär an Schwebstoffen gebunden.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Chrom und Chrom-Verbindungen gelangen hauptsächlich durch die Abwässer der chromverarbeitenden Industrie, von Galvanikbetrieben und Gerbereien in die Oberflächengewässer.

Die maximale Konzentration von Chrom in Klärschlamm, der auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen aufgebracht werden darf ist in der Klärschlamm-Verordnung festgelegt: Grenzwert 1200 mg/kg TS. Chrom wird im Abwasserabgabengesetz berücksichtigt.

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