Dichteanomalie des Wassers

(density anomaly of water) Besondere physikalisch-chemische Eigenschaft des Wassers.

Die allermeisten natürlichen Stoffe dehnen sich bei Erwärmung aus, wodurch ihr spezifisches Gewicht beziehungsweise ihre Dichte geringer wird. Beim Wasser trifft das auch zu bei einer Temperatur größer als 4°C. Unter 4°C dehnt es sich wieder aus, was als Dichteanomalie des Wassers bezeichnet wird.

Die Dichteanomalie des Wassers ist Lebensnotwendig für das Leben auf der Erde. Da Wasser von 4°C die größte Dichte hat, schwimmt kälteres Wasser auf diesem, so dass im Winter die Temperatur eines Sees am Grund nicht kälter als 4°C wird. Der See friert von oben und nicht von unten zu, so dass es Fischen möglich ist, am Grund des Gewässers zu überwintern.

Ein weiterer Effekt der Dichteanomalie des Wassers besteht darin dass der Dichteunterschied zwischen Wasser mit 24 °C und 25 °C um ein Vielfaches höher ist als der zwischen Wasser mit 4°C und 5°C.

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