Wasser-Wissen-Newsletter
Nr. 112

(28.1.2005)


Sehr geehrte Damen und Herren,

Die aquatische Umwelt spürt die menschliche Wassernutzung, ob ohne Waschmittel aber dafür entgast oder ob "strahlend" und vergiftet oder "nur" sauer.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters

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Schlagzeilen der letzten Woche

  • Ostsee zunehmend vergiftet - WWF warnt
  • TU-Forscher entwickeln Abwasser-Plan für Olympiastadt Peking
  • Strahlendes Grundwasser
  • Hoyerswerda plant Großversuch gegen saures See-Wasser
  • Brauchen wir eine internationale Water Cooperation Facility?
  • EU-Kommission will mehr Wasserliberalisierung
  • VDI-Preis für umweltrelevante Diplomarbeit verliehen

Siehe:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2005/news2005.htm 

 

Call for Papers: Mess- und Regelungstechnik in abwassertechnischen

5. Fachtagung am 22./23.11.2005 in Wuppertal

(Düsseldorf, 21.01.2005) Im Fokus der fünften Fachtagung "Mess- und Regelungstechnik in abwassertechnischen Anlagen" stehen der Informations- und Erfahrungsaustausch zu innovativen und praktikablen Lösungen für die Betriebsoptimierung abwassertechnischer Anlagen. Der thematische Schwerpunkt liegt auf kommunalen und industriellen Abwassersystemen. Fachliche Träger dieser vom VDI Wissensforum durchgeführten Tagung sind die DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. und die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Auto­matisierungstechnik (GMA). Die VDI-Tagung findet am 22. und 23. November in Wuppertal statt. Die unterschiedlichen Sichtweisen der Automatisierungstechniker, der Planer und Betreiber abwassertechnischer Anlagen und der involvierten Behörden prägen die Diskussion über Möglichkeiten und Nutzen des praktischen Einsatzes der Mess- und Regelungstechnik. Der Blick ist dabei auf den gesamten Lebenszyklus der verfahrenstechnischen Anlagen und der Automatisierungssysteme gerichtet. Einen besonderen Stellenwert hat die zunehmende Durchdringung der Automatisierung mit Methoden und Konzepten der IT-Welt. Ziel der Tagung ist es, den Bogen von Ergebnissen der Forschung bis zu kritischen Erfahrungsberichten der Anwender zu spannen. Die Tagung richtet sich an alle Betreiber abwassertechnischer Anlagen, Planer und Anlagenbauer, Projektierer, Systemintegratoren, Vertreter von Behörden, sowie Entwickler, Hersteller von Mess- und Automatisierungsgeräten und Forschungsvertreter.

Experten werden gebeten, ihre Vortragsvorschläge bis zum 29. April 2005 einzureichen unter:

http://www.vdi.de/gma/ABW2005 

 

Bromierte Flammschutzmittel in der aquatischen Umwelt

Eine neue 63-Seitige Untersuchung zu bromierten Flammschutzmitteln in der aquatischen Umwelt wurde vom österreichischen Umweltbundesamt im Internet frei veröffentlicht unter:

http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/BE243.pdf 

 

Wasser ohne Gas als Waschmittelalternative - Löst sogar Fettflecken

Canberra (pte, 25. Jan 2005 14:00) - Australische Forscher haben das waschmittelfreie Waschen entdeckt. "Öl- und Fettflecken können mit purem Wasser, ohne Zugabe von Seife, gereinigt werden", so Richard Pashley von der Australian National University in Canberra http://www.anu.edu.au. Werde dem Wasser Gas entzogen, sei es im Stande Öl zu lösen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com  . Öliger Schmutz löst sich normalerweise nicht in Wasser auf. Aber Pashley und seine Kollegen haben bewiesen, dass Wasser Öl viel besser löst, wenn keine Luft mehr im Wasser enthalten ist. Dies geschieht in einem Prozess, der Entgasung genannt wird. Laut Pashley kann Wasser auf billige und wirkungsvolle Art entgast werden, indem es durch eine poröse Membran gepumpt wird. Dann kann es auf die Flecken gesprüht werden und herkömmliche Reinigungs- bzw. Waschmittel sind überflüssig. Vorteil dieser Art des Waschens ist die Tatsache, dass sie keine Umweltprobleme verursacht. Denn wenn Waschmittel ins Grundwasser gelangen, werden Tiere in Sümpfen und Seen stark geschädigt.

Normales Wasser enthält winzige Stickstoff- und Sauerstoffbläschen. Diese sammeln sich an der Oberfläche von Wasser abweisenden Materialien (Öl) an, die mit Wasser in Kontakt kommen. Diese Ableger von Gasmolekülen führen wiederum zu größeren Bläschen und die Oberflächenspannung zieht die Partikel zusammen. Die Luftbläschen wirken wie Klebstoff - sie verhindern die Auflösung des Öls. Deshalb ist ein Öltröpfchen durch Wasser nur schwer von einem fettigen Flecken zu trennen. Aber wenn die winzigen Bläschen aus dem Wasser entfernt werden, ist der Klebereffekt dahin. Herkömmliche Waschmittel belegen Fetttröpfchen mit einer Schicht aus reinigenden Molekülen. Dadurch werden die Tröpfchen mit einem wasserlöslichen Film überzogen. (Ende)

 

Katastrophenhilfe Südostasien: WWI NRW erfasst Angebote aus der

Nordrhein-Westfalen will sich beim Wiederaufbau in den Katastrophengebieten in Südostasien auf seine eigenen Stärken konzentrieren. Das Land werde, so betonte Ministerpräsident Peer Steinbrück, vor allem beim Wiederaufbau der Wasser- und Energieversorgung helfen. Die Hilfe ist in Abstimmung mit dem Bund auf den Süden Sri Lankas und den Norden Sumatras (Province Bangar Aceh) ausgerichtet. Die Geschäftsstelle der Wasserwirtschaftsinitiative NRW ist beauftragt worden, Angebote der nordrhein-westfälischen Wasserwirtschaft für diese Regionen zu sammeln. Unternehmen und Institutionen, die Angebote in Form von wasser- bzw. abwasserbezogenen Sachleistungen oder Dienstleistungen unterbreiten wollen, die in den ausgewählten Zielregionen zum Einsatz gelangen sollen, können ihre Angebote an die WWI übermitteln. Wünschenswerte Angaben sind Art, Umfang, Konditionen und Zeitpunkt des Leistungsangebotes sowie vollständige Kontaktangaben des Unternehmens und des verantwortlichen Ansprechpartners. Bitte richten Sie Ihre Angebote an die:

Projektstelle der Wasserwirtschaftsinitiative NRW
z.Hd. Herrn Dr. Ralf-Peter Thürbach
Bismarckstraße 120, 47057 Duisburg

Siehe auch: http://www.wasser.nrw.de/ 

 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche

Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team