Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 93

(20.8.2004)

 



Sehr geehrte Damen und Herren,

Abwässer im Gemüse und Edelsteine im Klärwerk; Journalisten lassen sich viel einfallen, um Abwasser "schmackhaft" zu machen, was Trinkwasser auch so als Markenartikel bereits ist.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

--------

Schlagzeilen der letzten Woche

  • Zu viel Wasser und zu wenig - Asiaten leiden unter Extremen
  • Abwässer nähren zehn Prozent der Nahrungspflanzen
  • Edelsteine in der Kläranlage
  • Filter für verschmutztes Regenwasser
  • Ernährung der Industriestaaten beutet Wasserreserven aus
  • Markenartikel Wasser

Siehe dazu:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2004/news2004.htm 

Reduktion von Klärschlamm auf Kläranlagen

Das Österreichische Bundesministerium für Land- und Fortwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft hat einen 107-seitigen Abschlussbericht des Projektes : "Verfahrenstechnische Ansätze zur Reduktion von Klärschlamm auf Kläranlagen" von 2003, untersucht durch den Abwasserverband "An den Treisen" vollständig im Internet veröffentlicht unter:

http://gpool.lfrz.at/gpoolexport/media/file/Klaerschlammdesintegration031029.pdf  

Elektrochemische Entfernung von Chrom aus Abwasser

In der neusten Ausgabe der Zeitschrift Virtuell "Journal of Industrial Effluents" gibt es eine ganze Reihe von frei zugänglichen englischsprachigen Artikeln, u.a. zu folgenden Themen:

  • Electrochemical removal of chromium from wastewater by using carbon aerogel electrodes
  • Treatment of refectory oily wastewater by electro-coagulation process
  • Oxidative treatment characteristics of biotreated textile-dyeing wastewater and chemical
  • ANAMMOX and partial denitritation in anaerobic nitrogen removal from piggery waste

Zu den Artikeln geht es über:

http://earth.elsevier.com/effluents/ 

Symposium "Nano meets Umwelttechnik"

Pressemitteilung Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, 13.08.2004

Fraunhofer IAO und das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg haben Anfang Juli auf dem Symposium "Nano meets Umwelttechnik" Einsatzpotenziale der Nahnottechnologie in der Umwelttechnik aufgezeigt und mit rund 60 Teilnehmern aus unterschiedlichen Disziplinen diskutiert. Die Veranstaltung in Stuttgart gab Raum fuer eine umfassende Darstellung der Nanotechnologie, ihrer Einsatzfelder und Potenziale fuer die Umwelttechnik. Das Marktpotenzial von Nanomaterialen und deren Applikation wurde ebenso aufgezeigt wie Fördermöglichkeiten und Forschungsprogramme der EU.

In seiner Eingangsrede hob Herr Dr. Classen, Abteilungsleiter im Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, die Bedeutung der Nanotechnologie fuer die Lösung von Umweltproblemen hervor. Aus diesem Grund will das Ministerium die Umwelttechnik verstärkt in die Entwicklung der Nanotechnologie einbringen. Prof. Spath, Institutsleiter des Fraunhofer IAO, unterstrich, dass die Mittlerfunktion zwischen Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit notwendiger ist denn je. Funktionalitäten der Nanotechnologie müssen mit Bedürfnissen des Umwelttechnikmarkts zusammengebracht werden. Diese Aufgabe des Technologiemanagements wird neue innovative Impulse für den Umweltschutz liefern und Enabler für neue Technologie sein. In weiteren Vorträgen von DaimlerChrysler, Fraunhofer ISE und BASF wurden potenzielle Einsatzfelder der Nanotechnologie für die Umwelttechnik am Beispiel des umweltfreundlichen Automobils, der Solarenergie und der chemische Nanotechnologie vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass Fragestellungen des Umweltverhaltens oder Recyclebarkeit von Nano-Produkten bisher noch nicht beachtet werden. Der Veranstaltung ist eine Studie von Fraunhofer IAO für das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg zu den "Zukunftspotenzialen der Mikro- und Nanotechnologie als Schlüsseltechnologie für die Umwelttechnik in Baden-Württemberg" vorausgegangen. Die Studie kann kostenlos beim Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg unter oeffentlichkeitsarbeit@uvm.bwl.de oder per Fax unter 0711-126-2868 bezogen werden. Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie zu der Studie unter:

http://www.bum.iao.fraunhofer.de/nano 

Satelliten beobachten erstmalig die jahreszeitliche Wasserbilanz der Kontinente

Größte Änderungen in den Tropen und Sibirien

Potsdam, 13.08.04 - Wissenschaftlern des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) ist es erstmalig gelungen, das Muster der jahreszeitlichen Veränderungen im Wasserbudget der Kontinente mit Satelliten zu erfassen. Messungen mit dem Geo-Satellitenduo GRACE zeigten, dass die größten saisonalen Schwankungen in den großen tropischen Flusseinzugsgebieten (Amazonas in Südamerika, Kongo und Niger in Afrika, Ganges und Bramhapoutra in Indien) und in den Flusseinzugsgebieten Sibiriens (Ob, Lena,Yenisei) stattfinden. Vollständiger Bericht unter:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=84559 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team