Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 87

(9.7.2004)



Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Innovationspotential im Bereich Wasser und Abwasser ist und bleibt sehr hoch, sei es bei der zukünftig notwendigen Phosphatgewinnung aus Klärschlamm oder dem Einsatz von Mikroorganismen im Bereich Arsen im Trinkwasser. Und im Ausland sind deutsche Ideen besonders gefragt, sei es auf Nildampfern oder für iranische Großstädte. Das Wasser-Wissen-Team wünscht Ihnen auch an anderen Orten der Welt eine erholsame Urlaubszeit.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

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Schlagzeilen der letzten Woche

  • Größte kommunale Kläranlage
  • Klärwerk wird still gelegt · Deutsche Wasserwirtschaft vor 800 Mio. Aufträgen im Iran
  • Gewässerschutz überschreitet Ländergrenzen
  • Abwässer der Nilkreuzschiffe bewässern ägyptische Felder
  • Neues Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht

Siehe dazu: http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2004/news2004.htm 

Gewinnung von Phosphat und anderen Nährstoffen aus Klärschlamm

Die Gewinnung von Phosphat und anderen Nährstoffen aus Klärschlamm gewinnt in Zukunft bei zunehmender Rohstoffknappheit zunehmend an Bedeutung. Ein Übersichtsbeitrag zu den Techniken und der Wirtschaftlichkeit wurde an der RWTH Aachen veröffentlicht:

http://www.isa.rwth-aachen.de/docs/wiss_Anh_KTBL_Buer.pdf 

Hamburg fördert Grauwasseraufbereitungsanlagen

"Grauwasser" ist das Abwasser aus Duschen, Badewannen und Waschbecken. Mit Hilfe neuartiger Wasseraufbereitungsanlagen in Kleiderschrank-Größe lässt sich dieses Wasser noch einmal nutzen. Sie bereiten Wasser, das zur Körperreinigung benutzt wurde, zu geruchs- und keimfreiem, klarem Betriebswasser auf, das für die Toilettenspülung, zur Gartenbewässerung und sogar zum Wäschewaschen einsetzbar ist. Um ca. 30 % verringern solche Kleinst-Kläranlagen den täglichen Trinkwasserbedarf pro Person. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Hamburg fördert derartige Anlagen zukünftig mit einem Pauschalbetrag von 1500 EUR pro Anlage. Mehr dazu unter:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2004/juni2004.htm#290604a 

Umweltpreis 2004 der Niedersächsischen Umweltstiftung

Die Niedersächsische Umweltstiftung wird 2004 wieder den Umweltpreis mit einer Gesamthöhe von 10.000,- Euro verleihen. Der Umweltpreis richtet sich an niedersächsische Kommunen, Unternehmen, Vereine, Initiativen, Privatpersonen usw. Es können Projekte, Maßnahmen, aber auch "Lebensleistungen" einer Person prämiert werden. Dabei kann der Preis zwischen mehreren Preisträgern aufgeteilt werden. Zudem wird wieder ein Ehrenpreis ausgelobt, der von der Kestner Gesellschaft gestiftet wird. Ausgelobt wird der diesjährigen Umweltpreises inhaltlich eingegrenzt auf das Thema "Kooperationsmodelle und Netzwerke". Bewerbungen sollten ein Engagement für den Umwelt- und Naturschutz aufzeigen, inhaltlich durch eine Kooperation bzw. ein Netzwerk verschiedener Nutzergruppen getragen und realisiert werden und in den Bereichen "Umweltbildung", "Umweltvorsorge", "Natur- und Umweltschutz" sowie "technischen Umweltschutz" angesiedelt sein. Dabei sind Projekte mit einem bürgerschaftlichen Engagement sowie solche mit einem modellhaften, innovativen Ansatz besonders willkommen. Leitidee des Umweltpreises ist es, Einsatz und Leistungen auszuzeichnen, die entscheidend und in vorbildhafter Art und Weise zum Schutz und zur Erhaltung der Umwelt beigetragen haben beziehungsweise in Zukunft beitragen werden. Die Niedersächsische Umweltstiftung bittet um Vorschläge und Bewerbungen unter Verwendung des dafür vorgesehenen Formblattes. Das Formblatt, den genauen Ausschreibungstext und weitere Informationen über die Stiftung können in Kürze abgerufen werden unter:

http://www.umweltstiftung.niedersachsen.de/umweltpreis.htm 

Wieso ist Arsen im Grundwasser in einigen Ländern so ein Problem?

Obwohl es auch in Europa arsenhaltige Minerale gibt, verseuchen sie hier nicht in dem Maße das Grundwasser wie auf dem indischen Subkontinent. Bakterien spielen eine Schlüsselrolle bei der gefährlichen Freisetzung des Arsens. Mehr dazu in einem Telepolis-Artikel mit dem Titel "Die Giftzwerge" unter:

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/17780/1.html 

Wasser-Wissen in Bremer Umweltinformationssystem integriert

Das Bremer Umweltinformationssystem bietet umfangreiches Informationsmaterial auch zum Thema Wasser wie z.B. aktuelle Informationen über Badegewässer in Bremen, Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG) in Bremen, Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VAwS), weitere Infos über Abwasser, Gewässergüte, Wasserrahmenrichtlinie, Wasserbehörde, Wasser- und Bodenverbände in Bremen und eine Hochwasserschutzbroschüre. Außerdem wurde u.a. auch Wasser-Wissen in die Homepage integriert, siehe:

http://www.umwelt.bremen.de/buisy/scripts/buisy.asp?Doc=Wa+Links 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team

 
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