Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 76 

(23.4.2004)



Sehr geehrte Damen und Herren,

Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 76 (23.4.2004)

Die ungewöhnliche Struktur des Wasser und seine höhere Dichte an Grenzflächen ändern nichts daran, dass es sauber bleiben muss. Um das zu gewährleisten werden Fachleute über selektive Trenntechniken diskutieren.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

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Schlagzeilen der letzten Woche

  • Weniger Bürger, weniger Abwasser
  • Hoffnungszeichen und Ökozeitbomben
  • Ungewöhnliche Struktur von flüssigem Wasser
  • Umwelt-Nobelpreis für Ghanas Wasser-Champion
  • Umweltbundesamt will Schwermetalle in der Gülle senken

Siehe dazu:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2004/news2004.htm 

GVC/Dechema-FA-Workshop: "Selektive Trenntechnik"

In diesem Jahr steht der Workshop des GVC/Dechema-Fachausschusses "Produktionsintegrierte Wasser-/Abwassertechnik" unter der Themenstellung "Selektive Trenntechnik". Der Workshop rückt selektive Trenntechniken, wie z.B. Extraktions-, Adsorptions- und Membranverfahren aber auch ihre Kombination in den sogenannten Hybridtrennverfahren in den Fokus der Diskussion. Diese Techniken sind zunehmend gefragt und bieten oft den einzigen Weg zur effizienten Trennung. Das vollständige Programm kann eingesehen werden unter:

http://www.wasser-wissen.de/uebersichten/diverse/GVC04a.pdf 

Wie man sauberes Trinkwasser bekommt

Forscher der Technischen Universität Berlin untersuchen am Tegeler See in Berlin, welcher Boden welche Schadstoffe im Wasser am besten filtert. Die Ergebnisse können weltweit auf andere Standorte übertragen werden

In Berlin wie auch in anderen Städten nutzen Wasserbetriebe seit Jahrzehnten die Uferfiltration, um sauberes Trinkwasser bereitzustellen. Das Prinzip ist einfach: Man braucht einen See oder Fluss und bohrt im Uferbereich Trinkwasserbrunnen. Das Oberflächenwasser versickert in der Uferzone und gelangt ins Grundwasser. Von dort wird es hoch gepumpt. Aufgrund der natürlichen Filtereigenschaften der Bodenschichten bleiben Schadstoffe an der Bodenmatrix haften und werden im Idealfall von Mikroorganismen abgebaut. Aus dem Brunnen kommt klares, gereinigtes Wasser, dass dann nach einer minimalen weiteren Aufbereitung als Trinkwasser genutzt werden kann. Die genauen Mechanismen, die die Filterwirkung und den mikrobiologischen Abbau beeinflussen, sind jedoch noch weitgehend unbekannt. Sie hängen von der Bodenbeschaffenheit ab, von den pH- Bedingungen, dem Sauerstoffgehalt und natürlich von den vorhandenen Mikroorganismen. Weiter unter:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=78763 

Hochdichtes Wasser entdeckt

Ultradünne Wasserschichten zeigen an der Grenzfläche zu Eis unerwartete Eigenschaften, die von großer Bedeutung für Natur und Technik sind

Jeder weiß es: Eis schmilzt bei null Grad Celsius. Auf diese Weise wurde sogar der Nullpunkt der Celsius-Skala festgelegt. Nun aber haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart überraschend beobachtet, dass Eis an der Grenzfläche zu einem Mineral wie Siliziumdioxid schon bei minus 17 Grad Celsius zu schmelzen beginnt, also weit unterhalb des Gefrierpunktes. Bei der genauen Analyse der nur wenige Nanometer dünnen Schicht aus Wasser stellten die Forscher fest, dass dieses Wasser mit einer Dichte von etwa 1.2 Gramm pro Kubikzentimeter 20 Prozent kompakter ist als normales Wasser. Mehr dazu unter:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=78913 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team

 
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