Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 75 

(16.04.2004)



Sehr geehrte Damen und Herren,

Wasserliebe und Wasserscheu haben nichts mit der Partnerschaft für Wasser zu tun, aber die Wasserdichte mit unserer Kenntnis über Wasser.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

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Schlagzeilen der letzten Woche

  • Herpes bei Schildkröten, Stress bei Austern
  • Billige Enzyme für Biogasanlagen
  • Finnland verkauft arktisches Trinkwasser
  • Partnerschaft für Wasser - und eine bessere Welt

Siehe dazu:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2004/news2004.htm

 

Wasserliebe und Wasserscheu auf Knopfdruck

Die tollen Eigenschaften neuer Werkstoffe sollen auch im Nachhinein veränderbar sein. Als alter Bekannter ist Titandioxid immer noch für Überraschungen gut: Wie elektrische Plasmen ihm in kürzester Zeit seine Liebe zu Wasser rauben, ist auf der Hannover Messe zu sehen.

Was jeder Laserdrucker und jeder Kopierer im Dauerlauf beherrscht, hätten Drucktechniker auch gern: Walzen, die auf Befehl in kürzester Zeit die Eigenschaften ihrer Oberflächen verändern. Bei den Bürogeräten bewirkt Licht, dass sie sich elektrostatisch aufladen. Das Tonerpulver haftet nur an den belichteten Stellen und wird so gezielt aufs Papier übertragen. Abfall fällt dabei keiner an - von Patronen einmal abgesehen. Das Druckgewerbe jedoch benötigt Platten und Filme, die nach Gebrauch in den Müll wandern. Auch die dort nötigen Chemikalien wären überflüssig, gäbe es Materialien, die quasi auf Knopfdruck reversibel von hydrophil auf hydrophob geschaltet werden können. Nur in den Wasser liebenden Bereichen der Druckwalze bliebe Farbe auf Wasserbasis hängen. Solche Stoffe untersuchen Wissenschaftler der neuen Fraunhofer-Allianz Photokatalyse. Mehr dazu unter:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=78441

 

PTB bestimmt die Wasserdichte neu

Die Physikalisch Technische Bundesanstalt beschäftigt sich u.a. mit der Neubestimmung der Wasserdichte im Bereich 1 °C bis 90 °C durch magnetische Flotation. Die bisher verwendete Wasserdichte-Tabelle basiert auf Messungen von Thiesen et al. an der PTR im Jahre 1900 und von Chappuis am BIPM im Jahre 1907. Darüber hinaus gibt es einige heute nicht mehr aufklärbare Fragen. Mehr dazu unter:

http://www.ptb.de/de/org/3/33/332/wasserdichte-de.pdf

 

Bärtierchen funktionieren wie Instant-Kaffee

Sie vertrocknen bei langen Dürreperioden und erwachen bei der Berührung mit Wasser wieder zum Leben. Mikroskopisch kleine Bärtierchen haben einen ganz besonderen Trick, um Dürreperioden zu überleben: Sie trocknen komplett aus. Kommen sie später wieder mit Wasser in Berührung, erwachen sie aus der Starre und sind munter wie eh und je. Wie die winzigen Tiere diese extremen Strapazen überleben können, haben jetzt Wissenschaftler der Universität Tübingen entdeckt: Während des Austrocknens produzieren die Bärtierchen ein bestimmtes Eiweiß, das die Zellen schützt. Das berichten Ralph Schill und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Journal of Experimental Biology. Mehr dazu unter:

http://www.wissenschaft.de/wissen/news/239970.html

 

Wasser - Kriegsgrund der Zukunft? Expertendiskussion

Der Kampf um das Wasser könnte in nicht allzu ferner Zukunft eine der wichtigsten Konfliktursachen in der Welt werden. Diese begründete Vermutung ist Gegenstand einer Diskussionsveranstaltung des Wissenschaftszentrums Umwelt (WZU) der Universität Augsburg am 21. April 2004. Auf dem Podium mitwirken werden Dr. Uschi Eid (Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit), Hama Arba Diallo und Antonio Pires (beide Secretariat United Nations Convention to Combat Desertification, UNCCD, Bonn), der Vorsitzende der Arbeitsgruppe für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der CDU/CSU- Bundestagsfraktion Dr. Christian Ruck, Isabelle Sécher (World Environment Center, New York/Augsburg) sowie vom WZU selbst Prof. Dr. Armin Reller und Dr. Jens Soentgen. Mehr dazu unter:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=78387

 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team