Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 71 

(19.03.2004)



Sehr geehrte Damen und Herren,

die heutige Ausgabe des Wasser-Wissen-Newsletter beginnt mit einer Einladung für eine Veranstaltung zur Nachhaltigen Entwicklung und endet mit einem Lesegeschenk zur Nachhaltigen Entwicklung. Dazwischen gibt es viele Informationen zum Lebensquell Wasser.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

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Schlagzeilen der letzten Woche

  • Verbraucher-Tipps zum Tag des Wassers
  • Sauberes Trinkwasser für alle
  • Verschmutztes Wasser tötet täglich 5.000 Kinder
  • Zeitbombe" im Untergrund
  • Flut und Dürre Afrikas Wetter spielt verrückt
  • Zilk gegen Wasser-Multis
  • Zu wenig Wassertrinker wecken Keim und Korrosion
  • Land reaktiviert Zinshilfen für Wasser-Abwasser
  • Da liegt was in der Luft
  • Lebensquell Wasser
  • Kein freier Markt für Wasser
  • Zehn Jahre "Launhardt-Reaktor"-viel gelobt, aber selten genehmigt
  • Wenn die weiße Pracht zur Last wird

Siehe dazu:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2004/news2004.htm

 

Nachhaltige Entwicklung in der pharmazeutischen Industrie

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie auf unser Bremer Colloquium "Produktionsintegrierte Wasser- / Abwassertechnik 2004 mit fachbegleitender Ausstellung hinweisen:

13. bis 14. September 2004

"Nachhaltige Entwicklung von Verfahren und Produkten in der pharmazeutischen Industrie" ,

Die Inhalte des Bremer Colloquiums sind auf die Nachhaltige Entwicklung von Verfahren und Produkten in der pharmazeutischen Industrie ausgerichtet. Die nachhaltige Produktion von Pharmaka gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts, da hier eine direkte Kopplung zwischen biotechnologischer Innovation und der Umweltverfahrenstechnik gegeben ist. Beim Bremer Colloquium werden neue Forschungs- und Entwicklungsansätze vorgestellt. Wir würden uns freuen, auch Sie auf dem Colloquium begrüßen zu können.

Weitere Informationen können Sie unseren Internetseiten entnehmen unter http://www.uni-bremen.de/~colloq.

 

Nasser Segen von oben

Meteore bringen immer noch Wasser in geringen Mengen zur Erde. Das berichten Forscher um Asta Pellinen-Wannberg vom Schwedischen Institut für Weltraumphysik in Kiruna. Pellinen-Wannberg und ihre Kollegen nahmen im November 2002 die Leoniden mit Messgeräten unter die Lupe, die eigentlich der Beobachtung von Polarlichtern dienen. Der Meteorschauer, der regelmäßig im November auf die Erde niedergeht, stammt vom Kometen Tempel-Tuttle. Die Forscher verfolgten die Bahn eines Meteors von seinem Eintritt in die Atmosphäre bis zu seinem Verglühen. Sie konnten dabei erstmals nachweisen, dass der Kometenstaub flüchtige Substanzen, darunter auch Wasser, enthält. Mehr dazu unter:

http://www.wissenschaft.de/wissen/news/239007.html

 

30 Jahre Helsinki-Konvention - 30 Jahre Umweltüberwachung in der Ostsee am Standort Warnemünde

In diesem Monat jährt sich zum 30. Mal der Abschluss der Helsinki- Konvention. Am 22. März 1974 einigten sich in Helsinki alle der damals sieben Ostseeanrainer-Staaten auf dieses Vertragswerk zum Schutz der Meeresumwelt der Ostsee. Die Warnemünder Ozeanographen vom damaligen Institut für Meereskunde waren von Anfang an involviert.

Für die DDR führten sie bereits seit 1969 ein umfangreiches Untersuchungsprogramm in der Ostsee durch. Auf 5 Ausfahrten pro Jahr wurden Messungen zum Wasseraustausch zwischen Nord- und Ostsee, zur Zusammensetzung des pflanzlichen und tierischen Planktons sowie zur Entwicklung verschiedener Umweltparameter durchgeführt. Darüber hinaus wurde die Belastung des Wassers mit Schadstoffen untersucht. Sie waren also bestens gerüstet als sie offiziell mit dem Beitrag der DDR zu dem international abgestimmten Untersuchungsprogramm der Helsinki-Konvention - dem so genannten HELCOM-Monitoring - beauftragt wurden. Zusammen mit Schweden und Finnland nahmen sie bald eine führende Rolle bei der Überwachung der Meeresumwelt der Ostsee ein. Als erste Arbeitsgruppe konnten sie den statistisch abgesicherten Nachweis erbringen, dass das Ostseewasser hinsichtlich Temperatur, Salz- und Sauerstoffgehalt sowie der Belastung des Wassers mit Algennährstoffen in Zeiträumen von Jahrzehnten deutliche Veränderungen aufwies. Diese Ergebnisse waren ein wesentlicher Eckpfeiler der so genannten Periodischen Zustandseinschätzungen der Ostsee und beeinflussten so politische Empfehlungen zum Schutz und zur Sanierung der Ostsee. Mehr dazu unter:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=77421

 

Nachhaltige Entwicklung - Strategie für das 21. Jahrhundert?

Ein genereller Anspruch an angewandte Wissenschaften könnte so formuliert werden: der Realität immer ein Stück voraus zu sein, Wissen darüber zu generieren, was kommen könnte, zukünftige Probleme identifizieren, Risiken begrenzen helfen und Lösungsbeiträge entwickeln. Gemessen an diesem Anspruch steht es nicht gut um die wissenschaftliche Politikberatung bei der Implementierung von Nachhaltigkeit. Zwar ist die Literatur zum Thema Nachhaltigkeit inzwischen so umfangreich und teilweise widersprüchlich, dass erneut viele neue Bücher allein mit dem Versuch einer ultimativen Präzisierung und Operationalisierung gefüllt werden könnten. Aber braucht man erst eine allseits verbindliche Definition, um handlungsfähig zu werden? Ein 210-Seiten starkes Buch zum Thema kann bei der DBU heruntergeladen werden unter:

http://www.dbu.de/publikationen/download388.html

 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team