Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 70 

(12.03.2004)



Sehr geehrte Damen und Herren,

dezentrale Lösungen für Abwasser sind günstig und gelten u.U. als nachhaltig. Sie könnten ein Bestandteil der Konzeption für große Megastädte in aufstrebenden Entwicklungsländern sein, zumal das BMBF ein umfangreiches Förderprogramm diesbezüglich eröffnet hat.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

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Schlagzeilen der letzten Woche

  • Dezentrale Lösung für Abwasser günstiger
  • Neues kostenloses Onlinemagazin über Industrielle Abwasser
  • Geldmangel der Kommunen behindert Innovationen
  • Zahlen und Fakten zum Thema "Wasser" in Deutschland
  • Hochwasserschutz durch ökologischen Landbau
  • Neue Einblicke in die Prozesse der Tiefsee
  • Holzspäne befreien Wasser von giftigen Metallen

Siehe dazu:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2004/news2004.htm 

 

Neue Methode zum Abbau von Pestiziden

Eine Nachwuchswissenschaftlerin am Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik der University of New South Wales (UNSW) in Sydney hat eine einfache chemische Reaktion entdeckt, mit der der Abbau von Pestiziden und die Aufbereitung von verunreinigtem Wasser revolutioniert werden könnten. Bei diesem chemischen Prozess korrodieren, ähnlich wie beim Verrosten, winzig kleine Eisenteilchen in Wasser. Dieser Vorgang könnte beim Abbau von Pestiziden und Abfallstoffen der chemischen Industrie und bei der Reinigung von verschmutztem Wasser Verwendung finden. Mehr dazu unter:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=77057

 

Förderschwerpunkt des BMBF: "Forschung für die nachhaltige Entwicklung der Megastädte von morgen"

Millionen- und Megastädte werden mehr und mehr zu Entscheidungsarenen der globalen nachhaltigen Entwicklung. Insbesondere die "Megastädte von morgen" sind für die Politik von hohem Interesse. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schreibt zu diesem Thema einen neuen Förderschwerpunkt aus.

Die Forschungsfragen sollen sich dabei an Bedürfnisfeldern wie z. B. Wasserver- und -entsorgung, Ernährung, Mobilität, Energieversorgung, Wohnraum, Lebensunterhalt, Gesundheit und Lebensqualität orientieren. Die Behandlung jedes Bedürfnisfelds schließt auch entsprechende soziale Belange wie Gleichberechtigung und Partizipation sowie Bildungsaspekte mit ein. Angestrebt wird die Erarbeitung und Umsetzung beispielhafter integrierter Planungs- bzw. Managementkonzepte sowie Innovationsstrategien für nachhaltige Stadtentwicklung in ausgewählten Schwellen- und Entwicklungsländern.

Das Förderangebot ist auf einen Zeitraum von maximal 11 Jahren (2 Jahre Einstiegsphase, 3x3 Jahre Umsetzungsphase), beginnend mit dem 1. Januar 2005, befristet.

Der vollständige Ausschreibungstext und weitere Informationen sind beim Projektträger erhältlich. Auf den Internetseiten des PT ist darüber hinaus ausführliches Hintergrundmaterial zu dieser Bekanntmachung verfügbar:

http://www.bmbf.de/foerderungen/677_7082.php

 

Industrielle Abwasserreinigung durch Nutzung von natürlicher Kälte

In Regionen mit wechselhaftem Klima, unterschiedlichen Temperaturen und insbesondere Kälte, wird genau letztere auch für die Abwasserreinigung genutzt. Unterschiedliche Beiträge zum Thema sind in der neuen Ausgabe der englischsprachigen Zeitschrift Virtual Journal of Industrial Effluents nachgelesen werden. Zu den neusten Artikeln gehören folgende Titel:

  • Swine waste treatment by self-heating aerobic thermophilic bioreactors
  • Treatment of pulp mill and oil sands industrial wastewaters by the partial spray freezing process
  • Seasonal and diurnal variations of temperature, pH and dissolved oxygen in advanced integrated wastewater pond system® treating tannery effluent

mehr dazu siehe:

http://earth.elsevier.com/effluents/

 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team