Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 63 

(23.01.2004)



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ein einfache Quizfrage für alle Wasserexperten steht unter der Schlagzeile "www.eis": Welche Temperatur hat ein Eimer Wasser, in den man ein Kilogramm Eis und einen Liter siedendes Wasser kippt, nachdem alles Eis geschmolzen ist?
(http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2004/news2004.htm)
Aber auch sonst ist der heutige Newsletter randvoll; von der Detergentienverordnung über Dezentralisierung kommunaler Abwasserentsorgung bis hin zu Fischen, die uns ausführlich informieren.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

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Schlagzeilen der letzten Woche

  • Jahreswärmemenge beträgt 40 Gigawattstunden
  • Loch in Staumauer aufgerissen
  • www.eis
  • Mit allen kommunalen Wassern gewaschen
  • Kleine Zebras dienen dem Gewässerschutz
  • Noch wenig genutzt: Wärme aus Abwasser
  • Strom aus Wasser künftig ohne Fischragout
  • Noch weniger Wasser in Saidenbachtalsperre
  • Energiegewinnung aus Kloake
  • Aquakultur: Chancen und Risiken für Entwicklungsländer

Siehe dazu:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2004/news2004.htm

 

Kleine Zebras dienen dem Gewässerschutz

Bei der Zulassung neuer Pflanzenschutzmittel muss geprüft werden, wie sie auf die Umwelt wirken. Wegen der Komplexität ökologischer Systeme benötigt die Forschung dazu einfache und dennoch aussagekräftige Labormodelle - wie Populationen von Zebrafischen.

Zebrabärblinge nehmen auch künstliche Pflanzen als Laichhilfen an. Ihre unkomplizierte Haltung prädestiniert sie für Studien an Wirbeltieren - nicht nur in der Genetik.

Wie und warum Substanzen auf Lebewesen in ihrer Umwelt einwirken, erforschen Ökotoxikologen. Insbesondere bei gewollt ausgebrachten Giftstoffen wie Pflanzenschutzmitteln heißt ihr praktisches Ziel: Standardisierte Testverfahren etablieren, die einfach handhabbar sind und dennoch klare Aussagen zulassen. Damit liefern sie die Grundlage für Vorschriften an Produzenten und Empfehlungen für Anwender. Bei Gewässern muss die Fischtoxizität beurteilt werden. Ein Aspekt, der in den vergangenen Jahren deutlich an Gewicht gewonnen hat, betrifft weniger akut toxische als feinere endokrine Wirkungen. Einige Pflanzenschutzmittel stehen im Verdacht, das Hormonsystem von Wirbeltieren zu stören. So beeinflussen sie die Fruchtbarkeit der Fische, das Reifen ihrer Eier und das Verhältnis von erwachsenen Männchen zu Weibchen. Eine Fischart, die bereits in vielen Tests verwendet wird, ist der Zebrabärbling. Mehr dazu unter:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=74756

 

Mit allen kommunalen Wassern gewaschen

So dynamisch sich viele Städte heute über der Erde verändern, so starr sind sie oft im Untergrund. Traditionelle Leitungsnetze der Zu- und Abfuhr von Wasser verschlingen hohe Kosten. Systeme mit dezentraler und modularer Wasserver- und -entsorgung versprechen Abhilfe. Mehr dazu unter:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=74755

 

Detergenzienverordnung

Der Gesamttext des Vorschlags an die Europäische Kommission zur Detergezienverordnung kann eingesehen werden unter:

http://wko.at/up/enet/stellung/detergentienentw.pdf

 

Klimawandel und Süßwassersysteme

Mit 20 Millionen Euro fördert die Europäische Union in den nächsten fünf Jahren das integrierte Forschungsprojekt "Euro-Limpacs", in dem sich 37 Institute aus 18 europäischen Ländern und aus Kanada zu gemeinsamer Arbeit finden. Ab Februar wollen die Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels auf Süßwasser-Ökosysteme untersuchen. An entscheidender Stelle beteiligt sind die Abteilung für Hydrobiologie und das Institut für Mikroskalige Umweltsysteme, beide auf dem Essener Campus angesiedelt. Sie erhalten von der Gesamtfördersumme 500 000 Euro. Mehr zum Projekt unter:

http://www.eurolimpacs.ucl.ac.uk/

 

Zeige mir, wie Du schwimmst und ich sage Dir, wer Du bist

Mathematische Analyse offenbart: Jeder Goldfisch hat einen einzigartigen Schwimmstil

Der entspannende Blick auf ein Aquarium bietet möglicherweise weit mehr Abwechslung als gedacht: Jeder Goldfisch hat einen unverwechselbaren Schwimmstil, hat ein französisch-amerikanisches Forscherteam bei den Tieren beobachtet. Ihre Untersuchungen schildern die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift The Journal of Experimental Biology (Bd. 207, S. 697).

Mehr dazu kann nachgelesen werden unter:

http://www.wissenschaft.de/wissen/news/236677.html 

Solche Erkenntnisse, - so skurril sie auch erscheinen mögen - können ja möglicherweise auch bei der vorgezogenen Frühwarnung hinsichtlich Toxizität hilfreich sein. Denn wer weiß, ob nicht der einzelne Fisch sein Schwimmverhalten auch bei unterschiedlichen Bedingungen ändert?

 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team