Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 52 

(31.10.2003)



Sehr geehrte Damen und Herren

die große Bedeutung des Wassers wird sowohl in einer aktuelle Rede des Bundespräsidenten als auch ein einem Kommentar der neuen Züricher Zeitung (Lebenselixier Wasser) einmal mehr deutlich gemacht:

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

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Schlagzeilen der letzten Woche

  • Ausstellung über Wasser im Bundesumweltministerium
  • Eis am Nordpol wird dünner
  • "Wasser soll öffentlich bleiben"
  • Lebenselixier Wasser - vom regionalen zum globalen Problem
  • Täglich 310 Liter Trinkwasser pro Einwohner (Nachtrag letzte Woche)

Siehe dazu:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2003/news2003.htm

 

Bundespräsident spricht für Welthungerhilfe im Zeichen des Wassers

Am 26.10.2003 hielt Bundespräsident Johannes Rau in Rundfunk und Fernsehen eine Rede aus Anlass der Woche der Welthungerhilfe 2003 mit Schwerpunkt Wasser, die hier im vollen Wortlaut wiedergegeben werden soll:

[Anfang der Rede] Wir haben in diesem Jahr einen Sommer gehabt, wie er schöner kaum hätte sein können. Die Temperaturen waren manchem schon zu hoch, aber eine Erfrischung unter der Dusche, im nächsten See oder im Freibad konnte jeder finden. Das ist ein großer Luxus. Wer wie wir in Regionen dieser Welt lebt, die klimatisch begünstigt sind, der macht sich kaum Gedanken über Wassermangel. Wer hier lebt, der kann kaum ermessen, was es bedeutet, einen halben Tag unterwegs sein zu müssen, um Trinkwasser für die Familie zu beschaffen.

Wasser ist die Quelle allen Lebens, Wasser ist das wichtigste Lebensmittel überhaupt. Ohne Wasser würde das Getreide auf den Feldern verdorren, ohne Wasser würde das Vieh verenden, ohne trinkbares Wasser kann kein Mensch überleben.

  • Heute leiden fast zwei Milliarden Menschen in über achtzig Ländern an      Wassermangel
  • Jedes Jahr sterben fünf Millionen Menschen an verunreinigtem Trinkwasser
  • Alle acht Sekunden stirbt ein Kind an verschmutztem Wasser

Wer Hunger und Not auf der Welt erfolgreich bekämpfen will, der muss sich ganz besonders um eine sichere Wasserversorgung kümmern. Darum ist es gut und richtig, dass die Deutsche Welthungerhilfe Wasserprojekte in der ganzen Welt unterstützt, seien es einfache Brunnen in Westafrika oder kleine, aber sehr wirkungsvolle Dämme in Indien. Die Deutsche Welthungerhilfe leistet wertvolle Arbeit, damit die Menschen, die heute noch auf unsere Hilfe angewiesen sind, morgen selber für sich und ihre Familien sorgen können.

Der Bau eines Brunnens in Afrika kostet nur wenige Euro, aber er gibt einem ganzen Dorf Hoffung und Leben. Jeder von uns kann helfen, auch mit kleinen Beiträgen. Deshalb bitte ich Sie: Unterstützen Sie die Arbeit der Welthungerhilfe auch in diesem Jahr wieder oder zum ersten Mal mit einer Spende. Helfen sie mit, Hunger und Not auf der Welt zu bekämpfen und Leben zu retten. Helfen Sie mit, dass Menschen ein Leben in Würde führen können.

Vielen Dank! [Ende der Rede]

Wer mehr zu den Wasserprojekten der Welthungerhilfe erfahren möchte, kann dies unter:

www.welthungerhilfe.de

 

Wasserqualität der Seen muss noch besser werden

Bundesweite Dokumentation zum Zustand der Seen in Deutschland zeigt: Überdüngung bleibt das Hauptproblem. Die gute Nachricht: Die Qualität des Wassers in vielen Seen Deutschlands ist in den vergangenen zehn Jahren besser geworden. Durch weniger Abwässer wuchs der Wert der Gewässer für Freizeit und Erholung. Die schlechte Nachricht: Viele Seen sind weiterhin überdüngt. Vor allem aus der Landwirtschaft kommen zuviel Phosphat und Stickstoff in die Gewässer. Dort sorgt der Überfluss an Nährstoffen für ein starkes Pflanzen- und Algenwachstum. Die Folgen sind Sauerstoffmangel, Seen können kippen. Schlimmstenfalls können sogar Fische sterben. Deshalb muss der Eintrag von Phosphat und Stickstoffen in die Seen deutlich verringert werden. Dies wird in den nächsten Jahren ein wesentliches Anliegen der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie sein. Mehr dazu siehe:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=71299 

 

Ultrafeine Aerosole an Arbeitsplätzen

Ein neuer Report des Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitsschutz (BIA)

Ultrafeine Aerosole an Arbeitsplätzen und ihre gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen sind das Thema eines neu erschienen Reports des Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitsschutz - BIA, der heruntergeladen werden kann unter:

http://www.hvbg.de/d/bia/pub/rep/rep04/bia0703.html 

 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team