Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 49 

(6.10.2003)



Sehr geehrte Damen und Herren

In vielen Bundesländern haben die Herbstferien begonnen oder stehen vor der Tür, wodurch auch die Regelmäßigkeit dieses Newsletters in den nächsten Wochen beeinträchtigt wird. Die wahrscheinlich Ferien bedingte äußerst übersichtlich Nachrichtenlage der letzten Woche soll durch ein wertvolles Geschenk an unsere Leser überwunden werden: Ein historischer Leckerbissen.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

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Schlagzeilen der letzten Woche

  • Deutliche Niederlage für Bürgerinitiative
  • Fische in der Nordsee werden immer kleiner

Siehe dazu: http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2003/news2003.htm 

Das kann ein Wässerchen trüben - Arsen und Uran in Mineralwässern

Mineralwasser gehört zu den populärsten alkoholfreien Getränken und verzeichnet in Deutschland einen stetig wachsenden Verbrauch.

Im Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) wurden nun 233 Mineralwässer aus aller Welt auf ihren Gehalt an As und U untersucht. Die Spannweite der Gehalte lag zwischen Werten unterhalb der Nachweisgrenze der ICP-MS (0,015µg L hoch -1 As bzw. U) und 162 µg L hoch -1 As, bzw. 232 µg L hoch -1 U. Bei As lagen lediglich 2 % der Proben über dem Grenzwert für Mineralwässer und 6 % über dem (höheren) Grenzwert für Trinkwasser. Entsprechende Grenzwerte für U gibt es in Deutschland nicht. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird derzeit ein Grenzwert von 2 µg L hoch -1 empfohlen. In fast 20 % der untersuchten Mineralwässer wurde dieser Wert überschritten. Mehr dazu siehe:

http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=69513 

Warum es in Städten mehr regnet

Die zunehmend feuchteren Tage lassen die Frage aufkommen, warum es ausgerechnet immer bei uns regnet. Große Städte, insbesondere an der Küste, machen ihren eigenen Regen und werden vermutlich in der Zukunft immer wichtiger für das lokale Wettergeschehen und das Klima. Da in Städten ein großer Teil der Fläche durch Straßen und Häuser versiegelt ist, heizt sich die Luft über den Metropolen stark auf und steigt nach oben. Dieser Effekt wird durch hohe Gebäude noch verstärkt: Sie konzentrieren den Wind, der die Luft nach oben treibt. Wenn sie an der Grenze zur Stratosphäre plötzlich abkühlt, entstehen Regen und Gewitter. Der wissenschaftliche Hintergrund kann nachgelesen werden unter:

http://www.wissenschaft.de/wissen/gutzuwissen/224861 

Wasserstand von Flüssen und Seen aus dem Weltall messen

Wie hoch das Wasser des Yangtse vor dem Drei-Schluchten-Staudamm steht, können Geowissenschaftler bald vom Weltall aus beobachten. Britische Forscher haben ein Computerprogramm entwickelt, um aus den Radardaten der Erdbeobachtungssatelliten ERS-1, ERS-2 und Envisat den Wasserstand von Flüssen und Seen ermitteln zu können. Mehr dazu siehe:

http://www.wissenschaft.de/wissen/news/228892 

Historischer Leckerbissen in Wasser-Wissen-Geschichte

Ein echter historischer Leckerbissen kann ab sofort im Archiv "Wasser- Wissen-Geschichte" eingesehen werden. Das Kosmos-Buch "Streifzüge im Wassertropfen" von 1907 beinhaltet zahlreiche Aussagen, mit denen jeder aktuelle Vortrag zum Thema aufgelockert werden kann. Das Buch hat damals eine Reichsmark gekostet (umgerechnet 4,2 $), wir bieten es Ihnen kostenlos als pdf an unter:

http://www.wasser-wissen.de/uebersichten/abwassergeschichte.htm

 

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team