Wasser-Wissen-Newsletter Nr. 37 

(04.07.2003)



Sehr geehrte Damen und Herren,

Dieses Mal stehen die Meere und ihre Lebewesen im Mittelpunkt der Informationen. Während Europa sich mit genveränderten Lebensmitteln beschäftigt, leuchten genveränderte Fische bereits in den Aquarien.

Inhaltsverzeichnis des Newsletters:

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Schlagzeilen der letzten Wochen

  • Risiko-Abwässer in Elbe geleitet
  • Maßgeschneiderte Flockungsmittel klären Abwasser
  • Nigeria: 80 Tote wegen verschmutztem Trinkwasser
  • Wenig Wasser, viel Brot: Weiher vor dem Kollaps

Siehe dazu:

http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2003/news2003.htm 

Umweltsituation europäischer Meere

Der Mensch stellt die größte Gefahr für die Marine Umwelt in Europa dar. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Gruppe führenden Wissenschaftler welche erstmals umfassend die Meere des gesamten Kontinents untersucht hat. Der gesamte Bericht ist nachlesbar in englischer Sprache unter:

http://www.ices.dk/reports/germanqsr/23222_ICES_Report_samme.pdf 

Chemieunterricht und Chemiedidaktik für Wasser und Meere

Wasser-Wissen hat auf den Seiten der "Seilnachts Chemie-Homepage" zwei anschauliche bebilderte Seiten zu den Themen "Die Verschmutzung der Meere "

http://www.seilnacht.tuttlingen.com/Lexikon/Meere.htm 

und allgemein zum Thema "Wasser"

http://www.seilnacht.tuttlingen.com/Lexikon/Wasser.htm 

entdeckt. Die anschaulichen Darstellungen eignen sich insbesondere für Lehrzwecke.

Genveränderter Aquarienfisch leuchtet in der Nacht

Taiwanesische Forscher bauen Quallen-Gen in Fisch ein

Taipeh/London (pte, 30. Jun 2003 10:09) - Das taiwanesische Unternehmen Taikong Corporation http://www.azoo.com.tw hat eine neue Sensation für Aquarienliebhaber anzubieten: Ein Süßwasserfisch, der im dunklen gelbgrün leuchtet, soll zur Augenweide von Fischliebhabern werden, berichtet BBC- Online http://news.bbc.co.uk . Die Forscher haben die DNA einer Qualle in den kleinen Zebrafisch eingebaut. Diese sorgt für die Leuchtkraft.

"Night Pearl", so der Name des Fisches ist der erste genetisch-veränderte Zierfisch und damit auch das erste genetisch veränderte Haustier, das von jedem für rund 17 Dollar erworben werden kann. Taikong gibt sich auch zuversichtlich was die Sicherheit des kleinen Aquarienfisches betrifft. Der Leuchtstoff sei völlig unbedenklich und harmlos. Darüber hinaus ist Night Pearl steril. Daran haben die Forscher zwei Jahre lang gearbeitet, denn Night Pearl war bereits 2001 fertig erschaffen. Die vergangenen zwei Jahre waren die Forscher damit beschäftigt, den kleinen Fisch steril zu machen, so dass er sich mit anderen Artgenossen nicht paaren kann. Das Unternehmen plant zunächst 30.000 der Leuchtfische zu verkaufen und dann in weiterer Folge die Zahl auf 100.000 zu erhöhen. Dies soll schon nach drei Monaten der Fall sein.

Doch der Enthusiasmus ist nicht bei allen so groß wie bei Taikong. Aquarianer befürchten, dass der Zierfisch auch nach Europa gelangen könnte. Darüber hinaus sei es auch in der Vergangenheit schon passiert, dass Zierfische den Weg in heimische Gewässer gefunden haben. Dort richten sie Schäden an der heimischen Flora und Fauna an. "Gerade genetisch-veränderte Zierfische wie etwa genveränderte Piranhas könnten leicht in europäischen Binnengewässern überleben", so Derek Lambert, Mitarbeiter des Fachmagazins "Today's Fishkeeper". Der Experte fordert einen Boykott des Fisches. Andere Fachleute wie etwa Keith Davenport von der Aquatic Ornamental Trade Association lehnen es ab, dass Tiere zu Mode-Accessoires werden. "Der genetische Eingriff in den Zebrafisch war daher vollkommen unnötig", so Davenport. (Ende)

In wie weit ein solcher Fisch in Toxizitätstests .bzw. Fischgiftigkeitsuntersuchungen eingesetzt werden kann, ist bisher noch nicht bekannt.

Wir hoffen Ihnen auch diese Woche interessante und für Sie nützliche Informationen übermittelt zu haben.

Bitte empfehlen Sie den Newsletter auch an andere Interessenten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wasser-Wissen-Team