Quecksilber, Hg

(mercury) griech.-lat. hydrargyrum ("flüssiges Silber")

Stoffsystem

Quecksilber ist ein silberglänzendes Metall, welches als einziges Metall  bei Zimmertemperatur in flüssiger Form vorliegt.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  silberglänzend Schmelzpunkt -38,89 °C
Geruch geruchlos Siedepunkt 356,58 °C
Molmasse 200,59  g/mol Dichte  (25 °C) 13,53
Zustand bei 20 °C flüssig Löslichkeit in Wasser (20 °C, 1 bar) unlöslich

Herstellung und Anwendung

Quecksilber wird aus Quecksilbersulfid abgeschieden. Die abgeschiedenen Stoffe werden mit gebranntem Kalk vermischt und metallisches Quecksilber herausgepresst.

Der Hauptverbraucher an Quecksilber ist die Elektroindustrie die es u.a. in Gleichrichtern, Tropfelektroden, als Amalgamen für Trockenbatterien und in Neonröhren und Quecksilberdampflampen einsetzt. Weiterhin wird es zur Chloralkalielektrolyse, für Barometer, in Thermometern und Infrarotdetektoren verwendet. 

Umwelteinfluss und Gesundheit

Lipidlösliche Quecksilberverbindungen können in sehr geringen Mengen die Photosynthese stören und über die Nahrungskette bis zum Menschen gelangen.

Quecksilberdämpfe wirken toxischer als die flüssige Form.  Der MAK-Wert für Quecksilber liegt bei 0,1 mg/m3.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Der Grenzwert für Trinkwasser (Deutschland, EG, Japan) liegt bei 1 µg/l, der MAK-Wert im Klärschlamm bei 10 ppm.

Quecksilber ist stark wassergefährdend (WGK 3). Nach z.B. der Indirekteinleiterverordnung des Landes Berlin (1998) darf Wasser mit mehr als 0,005 mg/l Gehalt bzw. einer Fracht von mehr als 0,1 g/Stunde nicht ins Abwasser gegeben werden. In industriellen Abwässern kommt Quecksilber allerdings nur selten vor.

Die maximale Konzentration von Quecksilber in Klärschlamm, der auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen aufgebracht werden darf ist in der Klärschlamm-Verordnung festgelegt.

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