Bisphenol A (BPA)

(bisphenol A)

Stoffsystem

Eine hormonell aktive Substanz, die von der chemischen Industrie für die Produktion von Polykarbonat und Epoxyharzen hergestellt wird. Bisphenol A gilt als eine der wichtigsten und meistproduzierten Chemikalien weltweit.

Herstellung und Anwendung

BPA wird seit etwa 40 Jahren im großtechnischen Maßstab hergestellt. Dabei wird es z. B. bei Zahnfüllungen und Thermopapier in seiner Grundform benutzt. Viel weitere Anwendungen beruhen auf dem vernetztem BPA/Polycarbonat: CDs, Armaturen und Plastikteile im Auto, Haushaltsgegenstände, transparente Babyplastikflaschen, Nahrungs- und Getränkeverpackungen usw.. Auch Epoxidharze, Kleber und viele Do-it-yourself-Produkte enthalten BPA, Nahrungsmittel- und Getränkedosen werden in der Regel innen mit einem BPA-haltigem Epoxidharz überzogen.

Die Verarbeitung von Bisphenol A erfolgt hauptsächlich zu Polycarbonat, Epoxidharzen und, in geringerer Menge, u.a. zu dem Flammschutzmittel Tetrabrombisphenol A.

Der jährliche Verbrauch von BPA in der EU wird auf über 640.000 t pro Jahr geschätzt. Umweltchemikalien mit hormoneller Wirkung.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Bisphenol A hat eine in der Umwelt eine östrogene Wirkung. Das Umweltbundesamt hat wegen möglicher Gesundheitsgefahren das Entfernen der Kunststoff-Chemikalie Bisphenol A aus Babyflaschen und Lebensmitteldosen gefordert. Es bestehe der Verdacht, dass die Industriechemikalie auch in geringeren Konzentrationen als bisher angenommen schädlich wirke. Es wirke wie das Hormon Östrogen und könne eine vergrößerte Prostata, geringe Spermienkonzentration oder verfrühte Pubertät hervorrufen. Die Gefahren für den Menschen seien gemäß Bundesumweltamt noch nicht abschließend nachgewiesen.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

In kommunalen deutschen Kläranlagen wurde ein Zunahme von Bisphenol A im Klärschlamm beobachtet. Es kommt zudem im Sickerwasser und teilweise auch im Trinkwasser vor.

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